Verbesserte Rahmenbedingungen für Gewerbetreibende notwendig

CDU Steimbke spricht mit Gewerbeverein über Lage der örtlichen Unternehmen

Steimbke. „Trotz positiver wirtschaftlicher Entwicklung in den letzten Jahren – immer noch viel zu häufig wird es Unternehmen durch bürokratische Vorgaben unnötig schwer gemacht, ihre Planungen zügig zu verwirklichen“, fasste Birger Lerch, Vorsitzender des Gewerbevereins der Samtgemeinde Steimbke, die aktuelle Situation für viele mittelständische Betriebe der Region zusammen. Auf Einladung des CDU-Samtgemeindeverbandes Steimbke erläuterte er den Mitgliedern des Vorstands auf ihrer jüngsten Sitzung in Linsburg die aktuellen Sorgen und Nöte aus der örtlichen Wirtschaft.

In den letzten Jahren sei es zwar gelungen, in Linsburg an der B 6, in Steimbke und in Rodewald Gewerbeflächen auszuweisen. Hier haben sich inzwischen auch Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien oder der Agrarwirtschaft angesiedelt. Auffällig sei jedoch, dass bei Neuansiedlungen oder Erweiterungen immer wieder baurechtliche Verzögerungen aufträten. „Die Samtgemeinde und der Landkreis Nienburg insgesamt verfügen im Vergleich nicht über so herausragende Infrastruktur. Deshalb sollten investitionswillige Unternehmen nicht auch noch den Eindruck gewinnen, die Verwaltung lege ihnen Steine in den Weg“, machte Lerch die Kritik deutlich. Als weiteres Problem auch der heimischen Betriebe wies Lerch auf die Schwierigkeiten bei der Nachwuchs- und Auszubildendengewinnung hin. Der Gewerbeverein wolle hier intensiv mit der Oberschule in Steimbke zusammenarbeiten, die insbesondere bei der Vorbereitung der Schüler auf die praktischen Bedürfnisse der Betriebe eine Vorreiterrolle im Landkreis habe.

Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen des Gewerbevereins hält der CDU-Samtgemeindeverband verbesserte Rahmenbedingungen für erforderlich. Zentrale Leitlinie der Behörden müsse es sein, alles zu tun, um ansiedlungswillige neue Unternehmen ebenso bestmöglich zu unterstützen wie Erweiterungswünsche bestehener Firmen. „Vorhandene rechtliche Spielräume sollten zugunsten wirtschaftlicher Entwicklung ausgenutzt werden. Nur so können wir den Menschen auch in ländlichen Gemeinden gesicherte Arbeitsplätze und damit eine Perspektive für das Leben in unserer schönen Mittelweser-Region bieten“, macht CDU-Vorsitzender Holger Spreen die Auffassung des Verbandes deutlich. Leider höre man auch immer wieder von Problemen bei privaten Bauvorhaben, gewerbliche wie private Baugenehmigungen liefen in benachbarten Landkreisen reibungsloser. Notwendige Konsequenz aus Sicht der CDU: Der Landrat hat in diesem Bereich in seiner Verwaltung noch deutliches Verbesserungspotenzial, Baugenehmigungsverfahren müssen auch im Landkreis Nienburg noch unternehmens- und bürgerfreundlicher werden.