„Der Dreck muss weg“

CDU fordert zügige Sanierung der alten Deponie in Steimbke

Steimbke. Die ehemalige Bauschuttdeponie der BEB in Steimbke sollte jetzt zügig saniert werden, findet der CDU-Samtgemeindeverband Steimbke. „Wie wichtig sauberes Grundwasser ist, wird häufig erst deutlich, wenn gesundheitsgefährdende Verschmutzungen eingetreten sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in Afrika habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser für viele Menschen eine der größten Sorgen im Alltag ist. Wir sollten daher unser Grundwasser keinen vermeidbaren Gefährdungen aussetzen“, sagt CDU-Vorstandsmitglied Eckhard Heine aus Steimbke.

Nachdem kürzlich bekannt geworden war, dass auf einer früheren Bauschuttdeponie nordöstlich des Ortes ölhaltige Abfälle eingelagert worden sind, hat das zuständige Landesbergamt inzwischen Proben vor Ort genommen und ausgewertet. Unabhängig vom Ergebnis dieser Untersuchungen sieht der CDU-Samtgemeindeverband dringenden Handlungsbedarf, denn die Fakten seien klar: „Erstens: Im Boden der Deponie befinden sich gesundheitsgefährdende Abfälle, die dort nicht hingehören. Zweitens: Diese Abfälle sind dort abgekippt worden ohne eine entsprechende Genehmigung. Und drittens: Eine solche Genehmigung kann auch nach heutiger Rechtslage nicht erteilt werden, weil die Deponie für ölhaltige Abfälle nicht geeignet ist“, fasst der Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbandes, Holger Spreen, das Unbestreitbare zusammen.

Die Gemeinde Steimbke habe der BEB zwar viel zu verdanken; das Unternehmen habe vielen Menschen Arbeit gegeben und durch seine Steuerzahlungen wesentlich zur guten Haushaltslage der Kommune beigetragen. Das gebe allerdings kein Recht zu illegalen Abfallablagerungen. Es könne nicht sein, dass diese Schadstoffe jetzt weiter das Grundwasser gefährden, nur weil verschiedene Experten noch darüber streiten, ob Grenzwerte bereits überschritten seien. Mit Grundwasser bewässerten viele Menschen in Steimbke ihre Gärten, die Landwirte in trockenen Sommern ihre Felder. „Die Schadstoffe könnten in die Nahrungskette gelangen. Das wollen wir auf jeden Fall verhindern“, sind sich Holger Spreen und Eckhard Heine einig. „Langwierige Diskussionen unter Experten, – öffentlich oder behördenintern – helfen da nicht weiter, denn es ist klar, was am Ende herauskommen muss: Der Dreck muss weg!“